Hilfsprojekt Hayag: Unterstützung für Kinder auf den Philippinen

Was ist Hayag?

Mit dem Hilfsprojekt Hayag (deutsch: Licht) werden Kinder auf den Philippinen dabei unterstützt, einen Schulabschluss oder eine Ausbildung zu erlangen. Seit 2004 ist die Organisation Hayag International in Cebu City, der zweitgrößten Stadt auf den Philippinen mit dem Projekt, dem Hayag Haus tätig.

Speziell für Mädchen, die eine höhere Schulausbildung anstreben, unterhält die Organisation seither ein eigenes Wohnheim. Die Mädchen, die im Projekthaus aufgenommen werden, stammen aus armen Verhältnissen, einige sind Waisen. Ihre Familien können es sich nicht leisten, eine höhere Schulausbildung zu finanzieren. Sie haben kaum eine Chance, ihrer Situation zu entkommen und ein besseres Leben als ihre Eltern zu führen. Im Hayag Haus können sie nicht nur das College besuchen, sondern lernen auch, was es heißt, ein Projekt zu managen und einen eigenen kleinen Betrieb zu leiten. Betreut von der philippinischen Partnerin Sarah Prosia, die das Projekt von Anfang an begleitet und tatkräftig mitgestaltet hat, betreiben die Mädchen einen Catering-Service, der so erfolgreich ist, dass die Mädchen inzwischen selbständig Veranstaltungen für mehrere hundert Leute organisieren: sie kochen, backen Brot, gehen einkaufen, gestalten aufwändige Tischdekorationen, führen die Buchhaltung und lernen, wie ein Auftrag effektiv organisiert und abgewickelt wird.

Der NfH e.V. hat zuletzt im November 2018 Hayag mit einer Spende von 20.000 € unterstützt.

Wie sich Hayag finanziert

Das Hayag Haus finanziert sich aus Spenden sowie aus eigenen Einnahmen. Das Geld, das die Mädchen mit dem Catering einnehmen, fließt zurück auf das Hayag-Projektkonto, teilweise auch auf ihre Sparbücher. Für die Mädchen ist das in dreifacher Hinsicht wichtig: Sie lernen, mit ihrer Hände Arbeit das Geld für ihre täglichen Bedürfnisse zu erwirtschaften, sie leisten selbst einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg des Projekts, und sie sparen sich ein Startguthaben an, das ihnen beim Verlassen des Projekts ausgezahlt wird. So übernehmen sie Verantwortung für sich selbst und für andere und entwickeln Selbstbewusstsein sowie Vertrauen in ihre Fähigkeiten. Für das Bestehen des Projekts ist der Beitrag der Mädchen unabdingbar. Auch das Wissen darum bestärkt sie darin, sich selbst etwas zuzutrauen. Von Deutschland aus finanzieren wir die Schulgebühren und die Miete für das Haus durch Spenden. Für ein Mädchen entstehen uns monatlich Kosten von 100-200 Euro, die sich aus Schulgebühren, Unterkunft, Betreuung, Verpflegung, Kleidung und medizinischer Versorgung zusammensetzen.

Ein zweites Haus für die Mädchen

Hayag International plante 2018 einen Projektausbau durch ein neues Haus für Mädchen in Cebu City und wurde mit 20.000 € hierfür vom NfH unterstützt. Durch das neue Haus konnte die Projekthilfe verdoppelt werden von 40 auf 80 Wohnplätze, von 50 auf 100 Schulplätze und von 1000 auf ca. 2.000 Mahlzeiten pro Monat. Ein Land (fast) ohne Chancen. (Ver)hungern oder den eigenen Körper verkaufen? Leider stehen die Mädchen in den Elendsvierteln der armen Länder häufig vor dieser Entscheidung. Durch „Bildung gegen Armut“ ermöglicht das Hilfsprojekt HAYAG den Kindern auf den Philippinen eine Zukunft (in Würde).