Nepal-Hilfe: BioSandFilter für "Unberührbare" Dorfbewohner

"Dalit" Dorfbewohnerin mit BioSandFilter, gespendet vom NfH

 

Mit Hilfe einer Spende des NfH konnte die GESINAS-Stiftung in der Nepalesischen Region Udayapur (Süd-Ost-Nepal) bereits 100 BioSandFilter für unterpriviligierte Gemeinden der "Unberührbaren" Bevölkerungsschicht (Dalits) aufstellen. Weitere werden folgen. Aktuelle NfH-Spende 2015: 10.000 €.

Für die Organisation arbeiten zwei Ansprechpartner vor Ort, Simon Shrestha und Ramesh Sharma. Simon hat in Kaiserslautern Biowissenschaften und Ramesh hat in Bonn Biomedizin studiert, und daher ist es sehr einfach mit ihnen zu kommunizieren. Sie stellen nicht nur die BioSandFilter auf, sondern sie klären die Menschen durch kleine Vorträge auf, wie Keime und Arsen in ihr Wasser kommen und wie der BioSandFilter funktioniert und ihnen sehr gutes Trinkwasser liefert.

Durch Einzelgespräche versuchen sie aber auch zu erfahren, ob weitere Probleme die Menschen im Dorf belasten, und erarbeiten anschliessend Lösungsvorschläge aus (z.B. den Bedarf an Toiletten, Medikamenten, Unterstützung bzgl. Schulbildung, fragen nach Missbrauchsopfern oder Mädchenhandel). Diese Informationen werden auch anderen Hilfsorganisationen, die in dieser Region arbeiten, zur Verfügung gestellt und gemeinsam wird an der Umsetzung von Lösungen gearbeitet.

Die Biosandfilter werden in unterpriviligierten Gemeinden aufgestellt, deren Mitglieder über kaum bis gar kein Einkommen verfügen. Diese Gemeinden bestehen aus Menschen, die als "Dalit" bezeichnet werden, also "Unberührbare" gemäß dem nepalesischen Kastensystem. Diese Gemeinden sind abhängig von regionalen Entwicklungsprogramm der Regierung. Die meisten Menschen dort haben kein eigenes bestellbares Land oder Nutztiere. Ihre Arbeit wird häufig mit Nahrungsmitteln vergütet.

Simon Shrestha schult Dorfbewohner und erklärt wie der BioSandFilter funktioniert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gruppenfoto mit Dorfbewohnern, die an der Schulung teilnehmen. Die Anzahl der Teilnehmer ist erstaunlich, wenn man bedenkt, dass sie hierfür von ihrer täglichen Arbeit fernbleiben mussten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Dorfbewohner hören bei der Schulung genau zu. Ihr Interesse ist nicht zu unterschätzen, denn sie verlieren durch ihre Teilnahme den Lohn eines ganzen Tages.
Die GESINAS Stiftung meldete im November 2016, dass sie aufgrund der Unterstützung durch den NfH bis dato rund 100 Biosandfilter in Nepal aufstellen konnte. Diese sorgen nun in armen Dörfern für sauberes Trinkwasser. Weitere 150 werden folgen. Dann werden 1000 bis 1200 Menschen über die nächsten 20-30 Jahre mit sauberem Wasser versorgt.

 

Hier einige Bilder von den Aufstellungsorten...

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