Benin HT - Farmschule für Dorf-Jugendliche

Getreideanbau

Die gemeinnützige Organisation HT Benin, kämpft im Westen Afrikas gegen extreme Armut, Hungersnot, Wasserknappheit, Klimawandel, mangelnde (Schul-)Ausbildung und ein schlechtes Gesundheitssystem. Dazu bringt sie nachhaltige Entwicklungsprojekte in Gang. Mit einer Farmschule in der Kommune von Abomey-Calavi im Süden Benins hilft sie Jugendlichen zum Beispiel aus der Perspektivlosigkeit heraus. Der NfH unterstützte zunächst ein Ausbildungsprojekt für 30 Dorfjugendliche, das im September 2017 startete. 2018 gign es um den Schutz von Säuglingen. Im August 2018 gingen  10.000 € an die Organisation HT Beinin.

Hilfe zur Selbsthilfe

Mit diesem Projekt lernen 30 Jugendliche der Kommune Fähigkeiten rund um die Tierhaltung und den Anbau von Obst und Gemüse auf einer Farmschule. Sie werden sich durch diese Ausbildung für den regionalen Arbeitsmarkt qualifizieren. Nach dem Ausbildungsprojekt ist ihre Beschäftigung auf dem kooperativen Bauernhof dauerhaft vor Ort möglich. Dadurch verbessert sich ihre wirtschaftliche Situation. Es ist vorauszusehen, dass jeder Jugendliche mit dem Projekt schon ab Juni/Juli 2018 bis zu 200 EUR/monatlich, oder 131,191 XOF in lokaler Währung verdienen kann. Davon kann nicht nur der Jugendliche, sondern seine ganze Familie in Benin gut leben. Da es in Benin und besonders in der Kommune von Abomey-Calavi einen Fachkräftemangel für die Landwirtschaft gibt, sind Facharbeiter in der nachhaltigen Farmbewirtschaftung für die Entwicklung des Landes äußerst wichtig. Die in diesem Projekt ausgebildeten Dorfjugendlichen werden somit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung ihres Landes leisten können.

Tierhaltung

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Situation für Jugendliche

Viele Jugendliche im ländlichen Benin sitzen zu Hause fest und haben keine Zukunftsperspektive. Dies führt oft zu einem Leben, das von Gewalt und Alkohol geprägt ist. Ohne fachliche Qualifizierung wandern die Jugendlichen auf der Suche nach Arbeit in die größeren Städte ab und nehmen dafür ein Leben fern der Familie und oft ohne Dach über dem Kopf in Kauf. Sie sammeln sich vor allem in den Städten von COTONOU, ABOMEY-CALAVI, OUIDAH und ALLADA. Jedoch besteht auch hier keinerlei Perspektive und Entwicklungsmöglichkeit für sie. Auch der Staat bietet keine Sozialhilfe oder Förderung. So bleiben die Jugendlichen aus den Dörfern ohne Wert für die beninische Gesellschaft.

Weitere Effekte des Projektes

Durch das Projekt wird nicht nur die wirtschaftliche Situation der Dorfjugendlichen verbessert, sondern ihrer gesamten Familien. Dies verhindert Landflucht, stärkt die Wirtschaft auf dem Land und schafft auch bessere Perspektiven für nachfolgende Generationen. Sind die Familien wirtschaftlich gestärkt, haben auch die Kinder der Familien eine bessere Chance auf Schulbildung. Der Armutskreislauf wird durchbrochen. Es entsteht wertvolles Know-how, das innerhalb der Kommune und an nachfolgende Generationen weitergegeben werden kann.

Säuglinge

Im Juni 2018 hatte die Organisation HT Benin die Herausforderung, für 20 Neugeborene Babys, die bei der Organisation anonym abgegeben worden waren, eine Versorgung zu bewerkstelligen. Hierfür stellte der NfH 10.000 € zur Verfügung. Mit dem Geld konnten Aktivitäten zur Beratung und Betreuung sowie zur Vorbeugung von gesundheitlichen Störungen finanziert werden. Die Kinder konnten in Gastfamilien und Waisenhäusern untergebracht, medizinisch versorgt und mit Kleidung ausgestattet werden.